Mittwoch, 15. Juni 2011

Review: Witchbreed - Heretic Rapture

So. Muss mal wieder was posten, damit der Blog nicht gänzlich ad absurdum geführt wird =D

Es kommt immer wieder vor, dass ich auf meiner Festplatte unverhofft Musik finde und nicht weiß wo sie her ist. Dazu muss ich sagen, dass ich niemals komplett die Musiksammlung anderer Leute kopiere, sondern immer nur ausgewählte Sachen, weil mir einfach der Speicherplatz dafür fehlt und man  dann haufenweise Songs doppelt und dreichfach hat.. was einfach nur scheiße ist =)

Naja jedenfalls hab ich, als ich neulich Wintersuns selftitled wieder mal in meine Playlist gepackt habe (btw neuer Song: The Way of the Fire ) leuchtet mich ein Ordner drunter an: Witchbreed
Erste Frage: Wo kommt das her? Nachdem das Wort "Progressive" in der Stilbeschreibung auftaucht tipp ich mal auf Adrian.

Dann mal zum Album. Es heißt Heretic Rupture und wurde 2009 veröffentlicht, stilistisch ordnet sich die Band selbst als Progressive Dark Metal ein, Ähnlichkeiten zu Bands aus dem Gothic/Symphonic Metal-Sumpf sind nicht von der Hand zuweisen.
Genauso hört sich Witchbreed auch an: Weiblicher Gesang, präsente Keyboards und sehr dramatisch.
Überzeugend finde ich die guten Riffs, den Bass und das Schlagzeug, welches nicht besonders filigran aber passend gespielt ist. Die Atmosphäre stimmt auch.
Dem Keyboarder könnt ich schön eine Wischen: Einfach nur scheiß langweilig.. die ganze Zeit Strings emulieren und immer gechillt Akkorde spielend (maximal einer pro Takt), das ist einfach nur jämmerlich, Null Arrangement.
Der Gesang ist auch ein weiterer Kritikpunkt meinerseits. Der ist nämlich mal wieder typisch 08/15 Gothic/Symphonic Metal-Band. Recht langweilig und monoton. Ich weiß nicht, ob es an der Stimme der Dame an sich liegt (obwohl beeindrucked was die Reichweite angeht), oder einfach nur an den Gesangslinien, die wenig einfallsreich anmuten.
Wenn man's nicht packt ordentliche Melodien für den Sänger zu schreiben und/oder die das selbst nicht hinkriegen, sollte man einfach darauf verzichten und den Gesang auf die (übrigends guten) Growls reduzieren.

Produktion 1.8/2
Eigentlich sehr gelungen, der Gitarrensound könnte an Stellen dichter/präsenter sein, besonders offene Akkorde kommen nicht "fett" genug rüber.

Atmosphäre 1.5/2
Dramatisch wie man's in dem Genre gewohnt ist.

Instrumental 1.8/2
Gitarren, Bass und Schlagzeug gefallen

Einfallsreichtum/Kreativität 0.8/1
Einige gute Ideen und Riffs.

Arrangement 0.2/1
Die Keyboards sind schwach, das geht einfach viel besser.

Gesang 0.2/1
Technisch sicher einwandfrei, aber meines Erachtens sehr monoton.

Lyrik 0.8/1
Was ich so beim Hören mitbekommen habe klingt ganz ok (man findet NICHTS im Internet), wenn auch ein wenig prätentiös :)

-0.5 für das bescheuerte Albumcover
+0.5 weil ne hübsche Frau drauf is

Insgesamt 7.1/10

Uneingeschränkte Empfehlung für alle Fans von Gothic/Symphonic Metal.
Ich werde das Album wohl nur zwischendurch mal wieder hören, ein paar gute Riffs sind drauf, aber der Gesang ist nur "ok".
Hier noch was zum hören: